setlist:
Where are we running
Always on the run
It aint over till its over
Again
California
Fields of joy
Fear
Dig in
American woman
Fly away
Are you gonna go my way
I belong to you
Let love rule
reviews:
Explosive Mischung - Lenny Kravitz startet vor 6000 Fans in Hamburg seine Deutschlandtournee
Hamburg (ddp-nrd). Der Rock 'n' Roll lebt. Mit einer explosiven Mischung aus Rock, Funk, Soul und Pop startete Lenny Kravitz am Donnerstagabend in Hamburg seine Deutschlandtournee. Zwei Stunden lang rockte der für seinen Hang zur Selbstdarstellung bekannte US-Musiker vor 6000 Fans in der Color Line Arena und setzte sich dabei wirksam in Szene.
Mit «Where Are We Runnin'?», einem schnellen Song von seinem aktuellen Album «Baptism», gelang Kravitz ein intensiver Auftakt seines Konzertes. Die Herzen der überwiegend weiblichen Fans schmolzen spätestens bei «California», einem mitreißendem Westcoast-Song von der neuen Platte.
Der Frauenschwarm spielte aber auch seine Ohrwürmer vergangener Tage, von erfolgreichen Alben wie «Mama Said» und «5». Klassiker wie «Fly Away» sowie «Let Love Rule», die aus 6000 Kehlen zu hören waren, brachten die hanseatischen Fans dann endgültig zum Toben und trieben den Lautstärkepegel auf den Höhepunkt. Mit Balladen wie «Baptized» zeigte Kravitz, dass er auch mit ruhigem und melodiösem Rock Stimmung erzeugen kann.
Zu den Höhepunkten des Abends zählte eine imposante und geradezu psychedelische, minutenlange instrumentale Improvisation von Kravitz, seinem Gitarristen Craig Ross und dem Bassisten Jack Daley. Eine Lichtshow mit grellen Scheinwerfern und Feuerfontänen sorgte ebenso für Begeisterung wie die akrobatischen Leistungen des 40-jährigen Musikers. Cindy Blackmann, bekannt für ihre einheizenden Solo-Einlagen am Schlagzeug, begleitet den Rockstar auf der aktuellen Tour nicht.
Dafür genoss Kravitz ein ausgiebiges Bad in der Menge, ließ sich von seinen Anhängern feiern und durch die Arena tragen. An diesem Abend verzichtete er auf längere Ansagen und ließ dem Rock den absoluten Vorrang.
Nach einer depressiven und drogenreichen Phase hat das Multitalent Kravitz wieder auf den Boden der Rockbühne zurückgefunden. Die Fans haben das am Donnerstagabend honoriert: Sie tanzten, kreischten und spielten Luftgitarre. Ein gelungener Auftakt der Deutschlandtournee des amerikanischen Stars, auch wenn einige Fans dem Konzert wegen einem Kartenpreis von 50 Euro fern blieben. Weitere Aufritte folgen in Berlin (5.6.), Köln (6.6.), München (19.6.) und Frankfurt (1.7.).
Lenny Kravitz startete Deutschland-Tour
Hamburg (dpa) - Lange ließ der amerikanische Star bei seinem Tourauftakt in Deutschland auf sich warten: Erst um kurz nach 22.00 Uhr - nach zwei Vorgruppen - kam Lenny Kravitz, am Donnerstagabend schließlich auf die Bühne der Color Line Arena in Hamburg.
Aber dann hatte der charismatische Sänger, der für sein divenhaftes Auftreten bekannt ist, die 8000 Fans bereits nach wenigen Minuten mit dem ersten Song «Where Are We Runnin’?» seines neuen Albums und Klassikern wie «Mama Said» in seinen Bann geschlagen.
«I’m so happy to be here!», «This evening is to celebrate life» (Ich bin glücklich, hier zu sein. Dieser Abend ist dazu da, das Leben zu feiern.), rief er dem Publikum zu. Lässig in Jeans, schwarzem Pulli und Jeansweste mit Nieten gekleidet, das dunkle Haar nach hinten geglättet, rannte er zur Begrüßung links und rechts ans Bühnenende und nahm für kurze Zeit sogar seine obligatorische schwarze Sonnenbrille ab. «Doesn’t it feel good?», fragte er danach und gab die Antwort prompt selbst, indem er vor allem das weibliche Publikum mit lasziven Bewegungen verzückte.
Mühelos schaffte der Musiker, der 1989 mit seinem ersten Album «Let Love Rule» dem rockigen Funk-Sound der späten 60er und frühen 70er zu neuen Ehren verhalf, den Übergang von mitreißenden Rock-Songs zu gefühlvollen Balladen. Ob «California» von seinem neuen Album «Baptism» oder älteren Stücken wie «It Ain’t Over ’Til It’s Over» oder «Fields Of Joy» - die Fans sangen und tanzten begeistert mit. Schon nach kurzer Zeit hielt es niemanden mehr auf den Sitzen.
Unterstützt wurde der 40-Jährige von seiner siebenköpfigen Band - neben Gitarristen, Schlagzeuger und Keyboarder auch ein Saxofonist und ein Trompeter - und drei Background-Sängern. Über der Bühne prangte ein überdimensionales «LK», das in verschiedenen Variationen leuchtete. Mehrere hundert Scheinwerfer tauchten die Bühne in verschiedene Farben. Als besondere Show-Einlage gab es zu einzelnen Lieder wie «Fear» und «Are You Gonna Go My Way» Feuerwerks-Effekte, bei «American Woman» ein Feuerwerk in blau, rot und weiß.
Immer wieder suchte der in den USA wegen seines Antikriegsliedes «We Want Peace», das er mit dem irakischen Popstar Kadim Al Sahir einspielte, die Nähe zum Publikum. «You can’t kill love» war dann auch sein persönliches Statement an seine Fans. Mit dem ersten Erfolgshit «Let Love Rule» endete die zweistündige Show. Zur Freude seiner Fans und zum Ärger des Sicherheitspersonals nahm der 40- Jährige zum Abschluss noch ein Bad in der Menge. Begleitet von hysterischen Schreien schritt Kravitz quer durch die Halle und dirigierte das Publikum, das immer wieder im Chor «Let Love Rule» anstimmte.
05.06. Berlin Velodrom
06.06. Köln Kölnarena
19.06. München Königsplatz
01.07. Frankfurt Festhalle
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